Ein Blick auf die Gliederung macht den Betreuer neugierig. Sehr gut, denkt er, ausgewogen, durchdacht. Obwohl er nur kurz reinschauen wollte, blättert er weiter und fängt an zu lesen… Die Uhr zeigt kurz vor 10. Um 10 ist seine Sprechstunde. Vor der Tür stehen schon einige junge Leute... Nur schnell die Einleitung lesen… Ein leises Klopfen schreckt ihn auf. Die Uhr zeigt schon weit nach 10. Herein, ruft er.

Vorsichtig reckt eine Studentin den Kopf durch die Tür und fragt leise, ob es heute denn keine Sprechstunde gibt. Doch, doch, sagte er, etwas gereizt, wie jemand, der mitten in seiner Lieblingsserie gestört wird...

Die Schreiberin dieser Bachelorarbeit muss so einiges richtig gemacht haben… Dass sie eine 1,0 bekommt, ist klar. Aber wie hat sie das gemacht? Nun, sie hat "einfach" eine tolle Gliederung... Ihre Thesis war eine richtige Story, mit einem Roten Faden und einem Finale. Kein Wunder, dass der Betreuer nicht loslassen konnte...

DAS kannst DU auch!

Du musst nicht bei Null anfangen. Du kannst mit einer Mustergliederung arbeiten. Sie zeigt Dir Kapitel für Kapitel die passenden Gliederungspunkte. Alle Kapitel bauen aufeinander auf. Nimm Dir nur 10 Minuten Zeit dafür und orientiere Dich daran.

Wenn Du diese Kapitelüberschriften in Deine Arbeit einbaust, dann ist der Rote Faden sofort sichtbar und Deine Thesis landet "auf dem Nachttisch des Betreuers".

Kapitel 1 der Gliederung: Die Einleitung

Deine Einleitung ist wie ein Aperitif vor dem Essen. Sie macht Appetit auf den Text. Dein Betreuer wird neugierig und bekommt gute Laune. Endlich mal wieder eine gute Arbeit...

Dein erster Satz sitzt und besteht den Nick-Test. Fast jeder versteht ihn, kann ihm zustimmen und nickt innerlich.

Man munkelt übrigens, dass viele Betreuer nur Einleitung und Fazit genau lesen und den Rest nur überblättern. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen, weil sie ja ein detailliertes Gutachten schreiben müssen. Aber das Gerücht hält sich dennoch hartnäckig.

Egal wie! Sieh zu, dass schon Deine Einleitung den bestmöglichen Eindruck macht. Lass da nichts anbrennen und halte Dich an unsere Beispiele, Vorlagen und Formulierungen in der Mustergliederung. Damit schlägst Du gleich 2 Fliegen mit einer Klappe: Du hast einen Plan für die gesamte Arbeit und schon die ersten Seiten, nämlich Deine Einleitung.

Kapitel 2 der Gliederung: Die Theorie

Das Kapitel mit der Theorie ist wie der Keller eines Hauses. Alles steht darauf. Du beschreibst im Theorie-Kapitel alle wichtigen Grundlagen. Was kommt in das Theorie-Kapitel? Alle wichtigen Inhalte für Deine Arbeit.

Übrigens bist Du mit dem Theorie-Kapitel schon nach EINER Woche fertig, inklusive Lesen.

Kapitel 3 der Gliederung: Der Forschungsstand

Im Kapitel Forschungsstand trägst Du das bisherige Wissen über das Thema zusammen. Die Quellen für das Kapitel sind keine Bücher wie in der Theorie, sondern wissenschaftliche Studien.

Du schreibst auf, was welche Autoren herausgefunden haben und wie. Mach daraus ein ordentliches Kapitel und eine sehr gute Note ist Dir fast sicher.

Dummerweise hast Du aber im Studium mit solchen wissenschaftlichen Studien nur selten zu tun gehabt. Macht nichts. Nutze die Tabelle für die Studienauswertung. Dann bekommst Du das Kapitel in wenigen Tagen in den Griff, selbst wenn Dein Lese-Englisch nicht so überragend ist.

Kapitel 4 der Gliederung: Das Vorgehen oder die Methodik

Dein Betreuer möchte wissen, wie Du vorgegangen bist, wie Du zu Deinen Ergebnissen gekommen bist. Das kommt in dieses Kapitel. Du beschreibst Deine Methoden und Schritte. Klingt simpel… ABER: Wie heißt denn die Methode, bei der man einfach nur Quellen gelesen und zusammengefasst hat? Hat die einen Namen? Die heißt doch sicher nicht LESEN, oder? Nein, heißt sie nicht.

Es gibt nicht nur eine Methode für eine Literaturarbeit, sondern mehrere.

Kapitel 5 der Gliederung: Die Ergebnisse

Endlich wird es spannend. Bisher hast Du nur nach gebetet und aus anderen Quellen abgeschrieben. Endlich darfst Du eigene Erkenntnisse abliefern. Was werden das wohl für Erkenntnisse sein? Womit willst Du die Welt besser machen?

Wenn Du empirische Daten gesammelt oder in einem Unternehmen geschrieben hast, dann ist die Antwort klar. Aber was ist das Ergebnis einer reinen Literaturarbeit? Was sind die Erkenntnisse? Da ist die Antwort nicht so einfach.

Wochenlang oder sogar monatelang in Quellen nach neuen Erkenntnissen zu suchen führt nicht zu EIGENEN Erkenntnissen. Denn logischerweise müssen Deine Ergebnisse ja gerade Erkenntnisse sein, die so noch NICHT in den Quellen stehen… Die meisten alten Abschlussarbeiten helfen hier auch nicht weiter, weil das wieder nicht DEINE Erkenntnisse sind.

Was Dir sofort helfen wird, ist eine genaue Anleitung für die Beantwortung Deiner Forschungsfrage und von Unterfragen, mit Beispielen und Formulierungen.

Kapitel 6 der Gliederung: Das Fazit

Endlich am Ende! Dein Fazit wird den Kreis schließen. Denke an das Gerücht, dass Betreuer nur Einleitung und Fazit genau lesen. Also sollten die sehr gut zusammenpassen.

Viel Erfolg bei Deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit wünschen Dir

Silvio und das Aristolo Team

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